Zuhause.

LehrerInnenfortbildungsseminar:
Judentum im Alltag: Einladung zu “Rosh HaShana” -
dem jüdischen Neujahrsfest

Anmeldeformular zum runterladen: Judentum im Alltag

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Vortragsreihe “Geschichte Kölner Judentums” in Kooperation mit Prof. Dr. Wolfgang Hasberg, Universität zu Köln, Mai-Juli 2014: nähere Infos folgen

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- Literaturabend zu den Psalmen: 30.04.2014 (Mittwoch!)  Beschreibung zum Psalmenabend
näheres auch unter “Tageskalender”
- Der Jüdische Witz – ein Abend zum Lachen: 06.05.2014

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Projekttage bzw. -stunden für Schulen:
  Infoblatt zum runterladen: M&H Schulkonzept

Geschichten sind Spiegelbild der Kultur. Im Judentum gibt es unzählige
Geschichten, die als Antwort auf jede Frage und als Lösung für jede
Lebenslage gern und viel erzählt werden. Deswegen muss ich an der Stelle
auch eine erzählen, denn es geht hier um die Frage:
Wer sind wir und was wollen wir eigentlich mit unserem Verein?

Ich verbringe gerade ein paar Monate in New York, aus privaten und geschäftlichen Gründen. Kurze  Zeit  nach der Ankunft musste ich zu einer Bank, da meine Geldkarte aus unerklärlichen Gründen nicht mehr funktionierte. Ich wurde von einem sehr netten jungen Herrn empfangen, der eine Kippa und ein Schild mit dem Namen „Jakob“ trug. Innerhalb weniger Minuten löste er mein Problem und händigte mir eine neue Karte aus. Ich war ganz froh und mein erster Impuls war zu sagen: Wissen Sie, ich bin ja auch jüdisch, und ich komme aus Köln, und mein Sohn, ja, der heißt auch Jakob… Ich musste mich kräftig
zurückhalten, um den armen Mann nicht zu umarmen. Und heute bin ich ganz
froh, das nicht gemacht zu haben. Denn in New York zu erzählen, dass man
jüdisch sei, ist ungefähr, als würde man in der Uni-Mensa erzählen, man
studiere hier…

Nach und nach entdeckte ich, wie selbstverständlich und unaufgeregt das
Jüdisch-Sein in New York ist. Man findet die jüdischen Bücher in
öffentlichen Bibliotheken direkt neben den Büchern über Santa Claus,
koschere Lebensmitteln können in jedem Supermarkt erworben werden, jüdische Kulturzentren bieten Programme von der Schwangerschaftsyoga bis zu
Politikdebatten an und werden ebenso von nicht-jüdischen wie jüdischen New
Yorkern intensiv genutzt, es gibt unzählige jüdische Schulen, Theater,
Musicals, Bar- und Bat-Mitzwa-Feier… Und keiner findet es irgendwie
besonders. Wenn es sich gut verkaufen lässt und jedem nutzt, warum nicht? So
die New Yorker.

Klar, wir haben in Deutschland eine andere Geschichte und andere
Hintergründe, und dennoch hatte diese Normalität eine ganz besondere
Wirkung: Auf einmal kommen die zahlreichen wunderbaren Inhalte des Judentums in den Vordergrund. Es geht um die schönen Geschichten, die es im Judentum in Fülle gibt, um die Erfahrungen, die man mit anderen teilt, um den
jüdischen Humor, jüdische Vorurteile, Traditionen und die Kultur… Es geht
um das Eigentliche. Und darum geht es uns auch in unserem Verein. Das
Judentum den Menschen nahe zu bringen, es „normal“ und „alltäglich“ zu
machen und die vielen Fragen und Themen in offener und freier Atmosphäre
anzusprechen und auszutauschen.

Judentum als eine Normalität in Deutschland. Ist das möglich?
Wir glauben:
Ja, das ist es. Und wir stehen dafür.

Kontakt:


Bankverbindung:

Milch und Honig – Jüdisches Kulturzentrum Köln e.V.
Commerzbank Köln
IBAN: DE42 3704 0044 0846 6898 00
BIC: COBADEFF370

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